Kurz & bündig

Warum führte das Trinken von Bakterien zu einem Nobelpreis?
Barry Marshall ist ein australischer Mediziner und arbeitete im Jahr 1984 als Assistenzarzt am Royal Perth Hospital in Western Australia. In der Klinik wurden immer wieder Patienten mit Magengeschwüren behandelt, teilweise sogar operativ. Doch oftmals blieb diese Behandlung ohne Erfolg. Einige Patienten verstarben. In der Schulmedizin galten zum damaligen Zeitpunkt Stress, eine falsche Ernährung, Alkohol und Rauchen als einzige Ursache für Entzündungen im Magen, aus denen schließlich die lebensgefährlichen Geschwüre entstehen können.
Wie kann eine Raupe helfen Plastikmüll zu reduzieren?
Plastik ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Während auf dem Pazifik Inseln aus großen Plastikmüllteilen treiben, die das Ausmaß von Mitteleuropa besitzen, finden sich kleinste Mikroplastikpartikel inzwischen nicht nur in der Luft und dem arktischen Eis, sondern sogar in menschlichen Fäkalien. Plastik ist einfach überall! Das Problem ist, dass Plastik kostengünstig produziert und vielfältig einsetzbar ist, aber nur sehr sehr langsam zerfällt. Und selbst dann bleibt es in Form von kleinsten Partikeln als Mikroplastik erhalten.
Warum gibt es spezielle Kaviarlöffel?
Auf dem Markt werden spezielle Kaviarlöffel aus Perlmutt, Knochen, Horn oder sogar Gold angeboten. Es ist allerdings nicht so, dass dieses etwas dekadente Besteck nur einem exklusivem Kundenkreis aufgeschwatzt, weil bei ihnen womöglich das Geld etwas lockerer sitzt. Es gibt tatsächlich einen chemischen Grund für die Nutzung spezieller Materialien für Kaviarlöffel.
Warum ist Tee weniger aromatisch, wenn das Wasser in der Mikrowelle erhitzt wird?
Teekenner wissen, dass insbesondere der kräftige schwarze Tee sein Aroma am besten abgibt, wenn das Wasser kochend heiß ist. Denn nur kochendes Wasser kann sowohl Aroma- als auch Farbstoffe aus den Teeblättern weitestgehend vollständig extrahieren. Auch das enthaltene Koffein benötigt zumindest 80°C, um sich im Wasser lösen zu können. Manche Teesorten mögen besser mit etwas kälterem Wasser auskommen, doch geht auch dies meist zu Lasten des Aromas. Genau hier liegt das Problem bei der Zubereitung in der Mikrowelle.
Wie kann man mit dem richtigen Wissen einen Sturz aus 6000 Meter Höhe überleben?
Ein Sturz aus sehr großer Höhe bringt den Vorteil, dass etwas Zeit bleibt, sich auf den Aufprall vorzubereiten. Nach etwa 20 Sekunden freiem Fall erreicht ein menschliche Körper seine maximale Geschwindigkeit von etwa 162 km/h. Bei einer Fallhöhe von 6000 Metern dauert der Sturz somit etwa 2 Minuten. Durch diese Zeit bietet ein Sturz aus dieser Höhe zwar eine sehr geringe, aber dennoch höhere Überlebenschance, als ein Sturz aus 600 Metern Höhe.
Warum ist die Sonne gar nicht gelb?
Jedes Kind der Welt weiß, dass die Sonne gelb ist und wird sie entsprechend malen. Auch auf Zeichnungen verschiedener Ureinwohner wird die Sonne meist gelb dargestellt. Doch sie ist nicht gelb, sondern weiß. Ansonsten wäre es gar nicht möglich, weiße Dinge als solche zu sehen. In einem gelben Licht, wären schließlich alle weißen Dinge gelb, so wie bei einer gelben Glühbirne, die ein weißes Blatt Papier gelb erscheinen lässt.
Welches ist das gefährlichste Krokodil der Welt?
Das gefährlichste Krokodil der Welt lebt im Ruzzi-Nationalpark in Burundi und hat in den letzten Jahrzehnten wahrscheinlich mehr als 300 Menschen gefressen. Es hat eine Länge von 6 Meter und wiegt schätzungsweise eine Tonne. Krokodilexperten schätzen dieses größte bekannte Exemplar im Ruzzi-Delta auf ein Alter von etwa 65 Jahren. Immer wieder wurde es gesichtet, doch ist es bis heute nicht gelungen, es zu fangen. Dabei gibt es einen Mann, der das Tier seit über 20 Jahren verfolgt.
Warum sollte man nicht in den Amazonas pinkeln?
Der südamerikanische Amazonas ist der wasserreichste Strom der Welt und führt an seiner Mündung 70 mal mehr Wasser als der Rhein. Dass es in dem tropischen Flussgebiet gefährlich werden kann, sollte jedem bekannt sein. Die größte Gefahr für den Menschen geht sicherlich von Krokodilen aus, doch auch deutlich kleinere Tiere sollten nicht unterschätzt werden. Wer jetzt an blutrünstige Piranhas denkt, hat vermutlich zu viele schlechte Filme gesehen, denn die Süßwasserfische sind deutlich weniger gefährlich als ihr Ruf. Weit unangenehmer sind die nur 3 bis 17 cm langen Candirúes, die auch Penisfisch genannt werden.