Tiere & Natur

Warum sind in gemachten Betten mehr Hausstaubmilben als in unordentlichen?
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VERÖFFENTLICHT AM 04.10.2020 |

Warum sind in gemachten Betten mehr Hausstaubmilben als in unordentlichen?

Hausstaubmilben sind etwa 0,3 mm kleine Tiere, die zur Familie der Spinnentiere gehören. In der Natur leben sie bevorzugt in Vogelnestern, doch sie fanden schon vor langer Zeit einen deutlich besseren Lebensraum: Betten von Menschen.

Hausstaubmilben sind weltweit verbreitet und finden sich überall dort, wo auch Menschen sind. Betten bieten einen idealen Lebensraum für sie, aber nicht nur. Sie sind auch in Teppichen, Polstermöbeln Gardinen und anderen Textilien. Dort ernähren sie sich von winzigen organischen Partikeln, wie Hautschuppen oder Schimmel, und leisten dadurch einen wichtigen Beitrag zur Beseitigung menschlicher Überreste und, wenn man es so sehen mag, zu mikrobieller Hygiene.

Die Milben selbst sind vollkommen ungefährlich, für Allergiker können sie jedoch zu einem massiven Problem werden. Bei einer Hausstauballergie reagiert der Allergiker auf Partikel aus dem Kot von Hausstaubmilben, was bei ständiger Reizung zu allergischem Asthma führen kann. Besonders für Allergiker ist es also wichtig, die heimische Population der Hausstaubmilben möglichst gering zu halten. Dabei lauert die größte Gefahr im eigenen Bett.

Hausstaubmilben lieben es feucht und warm und finden in Decken und Matratzen nicht nur beste klimatische Bedingungen sondern auch Nahrung in Hülle und Fülle. Doch für die Schaffung dieser guten Bedingungen ist der Mensch zu einem Großteil selbst verantwortlich. Insbesondere das morgendliche Bettenmachen hält die Matratze längere Zeit warm und feucht, da sie flächig mit der Decke abgedeckt wird und so nicht gut belüftet werden kann. Bleibt die Decke zerknüllt irgendwo im Bett liegen, kann dort herum die Matratze besser ausdünsten und so Feuchtigkeit verlieren. Ab einer Luftfeuchtigkeit von unter 55 Prozent dehydrieren Hausstaubmilben und sterben.

Die beste Methode, um Milben im Bett zu reduzieren ist, die Decke direkt am Morgen ganz aus dem Bett zu nehmen und zum Lüften aufzuhängen, zum Beispiel über die Tür. Bestenfalls bleibt sie bis zum Abend dort. Selbstverständlich sollten Bettbezüge und Decken regelmäßig gewaschen werde.
Was passiert, wenn ein Blitz in einen See einschlägt?
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VERÖFFENTLICHT AM 13.09.2020 |

Was passiert, wenn ein Blitz in einen See einschlägt?

In Deutschland werden jährlich etwa 130 Menschen vom Blitz getroffen, 2 bis 4 von ihnen sterben. Gewässer stellen dabei eine besondere Gefahrenquelle dar. Die meisten Menschen werden schon von der Gefahr gehört haben, bei Gewitter in einem See oder Schwimmbecken zu sein. Schwimmer sollten das Wasser zügig verlassen und Abstand zwischen sich und dem Gewässer bringen, da die Verletzungsgefahr in einem See bei Gewitter besonders hoch ist.

An einigen Stellen findet sich die Erklärung, dass der Kopf des Schwimmers auf der glatten Wasseroberfläche eine Erhöhung darstellt und deswegen die Gefahr eines direkten Einschlags in den Menschen größer ist. Das trifft es allerdings nicht ganz. Derart geringe Höhenunterschiede ändern das Risiko eines Direkteinschlages nicht wirklich.

Die Gefahr, die ein Blitz, der in einen See einschlägt, mit sich bringt, liegt vielmehr darin, dass er auch bei größerer Einschlagsentfernung Schaden anrichten kann. Während der Strom eines Blitzes an Land senkrecht in die Erde geleitet wird, breitet er sich auf einer Wasseroberfläche in einem sehr großen Radius flächig aus. Das ist für jedes größere Lebewesen gefährlich, das sich an der Wasseroberfläche aufhält. So können schwimmende Menschen oder auch Enten noch über 20 Meter entfernt vom eigentlichen Einschlagsort von einem so heftigen Stromstoß durchfahren werden, dass sie bewusstlos werden. Die Lebensgefahr liegt also gar nicht direkt an dem Stromschlag, sondern in dem erhöhten Risiko zu ertrinken.

Aus diesem Grunde tauchen Fische bei Gewitter ab, je tiefer desto besser. Hier sind sie vor den Blitzen geschützt. Menschliche Taucher wären grundsätzlich auch sicher, wenn sie tief genug blieben und während des Gewitters nicht auftauchen.

Salzwasser leitet Strom übrigens besser als Süßwasser. An großen Objekten im Salzwasser fließt der Strom daher eher einfach vorbei. Dennoch ist es ratsam, auch das Meer bei drohendem Gewitter zu verlassen.
Welche Funktion haben Insekten? Nützlinge vs. Schädlinge
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VERÖFFENTLICHT AM 13.09.2020 |

Welche Funktion haben Insekten? Nützlinge vs. Schädlinge

Krabbeltiere unterschiedlichster Art sind bei den Menschen nicht übermäßig beliebt. Die allermeisten Insekten und Spinnen spielen für den Menschen allerdings kaum eine Rolle, da annähernd keine direkte oder indirekte Wechselwirkung stattfindet. Anders sieht es bei den Nützlingen und Schädlingen unter ihnen aus.

Wie der Name schon sagt, bringen sogenannte Nützlinge dem Menschen einen besonderen Nutzen, den andere Arten nicht erfüllen. Dieser kann ganz unterschiedlich ausfallen. Besonders in der Landwirtschaft läuft ohne Bestäuber nichts. Hummeln und Bienen sichern die nächste Obsternte und leisten einen Arbeitseinsatz, der allein von Menschenhand nicht zu ersetzen ist. Auch in der natürlichen Schädlingsbekämpfung kommen Nützlinge zum Einsatz. So vertilgen Raubmilben, Marienkäfer- oder Florfliegnlarven Unmengen an Blattläusen und sind frei von negativen Nebenwirkungen. Mancher Nutzen mag eher indirekt sein, wie zum Beispiel das Aufräumen und Beseitigen von organischem Abfall. Hier leisten unter anderem Ameisen, Mistkäfer, Totengräberkäfer und sogar Schmeißfliegen einen entscheidenden Beitrag. Anderer Nutzen mag ein Ergebnis menschlichen Fortschritts sein. So erlauben die steril gezüchteten Larven der Goldfliege eine Wundreinigung bei der sogenannten Maden-Therapie. Einige Insekten, wie Heuschrecken, rücken außerdem auch hierzulande als Nahrungsquelle in den Vordergrund.

Nicht weniger breit aufgestellt ist dagegen das Lager der Schädlinge. Hier spielen in erster Linie Ernteschädlinge eine Rolle. Auch wenn Heuschreckenplagen, Kartoffelkäfer- und Raupeninvasionen hierzulande heute eher eine untergeordnete Rolle spielen, so vernichten sie global die Nahrungsgrundlage zigtausender Menschen. Im kleinen Stile ärgern uns hier eher Blattläuse, Lillienhähnchen oder Buxbaumzünsler. Vorratsschädlinge finden sich in menschlichen Behausungen und stürzen sich auf Mehl, Haferflocken, Fleisch, Käse oder Wolle. Zu ihnen zählen unter anderem verschiedene Arten von Rüsselkäfern, Käfern, Schaben, Milben, Küchen- oder Kleidermotten. Krankheitsüberträger sind keine Schädinge im klassischen Sinne, sollen aber der Vollständigkeit halber hier erwähnt werden. Zu ihnen gehören Zecken, Mosquitos oder Flöhe.

Natürlich gibt es einige Krabbeltiere, deren Anwesenheit insbesondere im Haus aus gutem Grunde unerwünscht ist. Viele Arten sind aber sehr nützlich für den Menschen. Es lohnt sich auf jeden Fall, genauer hinzuschauen.
Welche kleinen Tiere leben mit uns im Haus?
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VERÖFFENTLICHT AM 13.09.2020 |

Welche kleinen Tiere leben mit uns im Haus?

Jeder weiß, dass mal Spinnen durch das Haus krabbeln. Auch Mücken, Fliegen oder Motten können zu lästigen Gästen werden. Wissenschaftler von der North Carolina State University in Raleigh wollten es aber genauer wissen und untersuchten 50 freistehende Häuser mit insgesamt 554 Zimmern. Dort suchten sie akribisch nach allem was kriecht und krabbelt und wurden fündig. Ihre Beobachtungen lassen sich größtenteils auf Häuser in Deutschland übertragen.

Insgesamt fanden sie 595 verschiedene Arten und damit eine erheblich größere Vielfalt, als sie selbst erwartet hatten. Durchschnittlich waren es 100 Arten pro Haus. In jedem Haus lebten unterschiedliche Spinnen, Speckkäfer, Gallmücken, Silberfische, Milben und Ameisen. Auch Bücherläuse und Trauermücken fühlten sich in den allermeisten Häusern heimisch. Der absolute Großteil der entdeckten Tiere stellte allerdings keinen Dauergast da. Unzählige Zikaden, Käfer oder Falter gelangen eher zufällig in die Häuser und gehören dort eigentlich nicht hin. Wenn sie nicht schnell genug hinaus finden, sterben sie.

Auch handelte es sich nur bei sehr wenigen Arten um Schädlinge, wie Schaben, Flöhe, Küchen- oder Kleidermotten. Der absolute Großteil ist harmlos und fügt weder Mensch noch Einrichtung Schaden zu. Es liegt allein im Ermessen des menschlichen Bewohners, ob er den kleinen Untermieter tolerieren mag oder nicht.

Die Zahl dieser Untermieter kann sich übrigens in der Weihnachtszeit nochmal deutlich erhöhen. Eine schwedische Studie aus dem Jahre 2012 konnte zeigen, dass mit einem Weihnachtsbaum bis zu 25.000 kleine Krabbeltiere ins Haus geholt werden. Dabei handelt es sich größtenteils um sehr kleine Arten, wie Rindenläuse, Springschwänze, Milben, oder Spinnen. Die gute Nachricht: in den meisten Fällen bleiben die Tiere im und am Baum und verlassen das Haus mit ihm im neuen Jahr.