Finanz-Apps erobern den Markt
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Finanz-Apps erobern den Markt - immer mehr hilfreiche Angebote per Smartphone

In der Finanzbranche ist die Digitalisierung in vollem Gange und es gibt immer wieder Neuerungen, die Bankkunden oder dem Verbraucher allgemein den Alltag erleichtern. Seit geraumer Zeit zählen dazu auch die sogenannten Finanz-Apps. Es handelt sich dabei um spezielle Applikationen, die es zum Thema Finanzen gibt und die auf dem Smartphone und natürlich meistens ebenfalls auf dem Tablet genutzt werden können. Diese kleinen Helfer sind mittlerweile weit verbreitet und stehen entweder kostenlos (meistens mit Werbung) oder gegen eine Nutzungsgebühr zur Verfügung. Wir möchten im folgenden Beitrag einige dieser Apps vorstellen und zudem darauf eingehen, in welchen Bereichen es die kleinen Helferlein gibt.


Finanz-Apps von A bis Z – ein Überblick


Schätzungsweise mehrere Hundert Applikationen existieren mittlerweile, die sich ausschließlich mit dem Thema Finanzen beschäftigen. Von rein informativen Apps bis hin zu etwas komplexeren Anwendungen ist die Auswahl groß und für nahezu jeden Bereich gibt es die passende Lösung für das Smartphone. Zahlreiche Finanz-Apps beschäftigen sich zum Beispiel mit einem der folgenden Themen:
• Buchhaltung / Einkommensteuer

• Haushaltsbuch

• Geldautomatensuche

• Aktienkurse / Börse

• Versicherungen

• Kreditrechner

• Steuern

• Währungen
In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen einige der mit am häufigsten genutzten Apps vor, die entweder eine nützliche Hilfe sind oder im besten Fall sogar dazu führen, dass Sie Ihre Finanzen ordnen oder Steuern bzw. andere Kosten einsparen können.


„Lexikon der Baufinanzierung“


Eine der wohl kompliziertesten Finanzangelegenheiten ist die Immobilienfinanzierung. In diesem Bereich haben Kunden oftmals einen erhöhten Beratungsbedarf, was vor allem daran liegt, dass es zahlreiche Fachbegriffe im Bereich der Immobilienfinanzierung gibt. Wer nicht jeden unverständlichen Begriff googeln oder den Bankberater fragen möchte, für den ist sicherlich die Finanz-App „Lexikon der Baufinanzierung“ eine gute Hilfe. Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein Lexikon, in dem die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Baufinanzierung genannt und erläutert werden.


„Geldautomaten-Suche“


Eine sehr praktische Finanz-App, die Ihnen im Alltag die Suche nach dem nächsten Geldautomaten abnimmt, ist die App „Geldautomat-Suche“. Vielleicht sind Sie auch schon einmal in die Situation geraten, dass Sie sich zum Beispiel in einer fremden Stadt oder im Ausland aufgehalten haben und dringend Bargeld benötigten. Bevor Sie dann viele Minuten oder sogar Stunden mit der Suche nach dem nächsten Geldautomaten verwenden, bietet es sich an, die Finanz-App in Anspruch zu nehmen. Über die Applikation können Sie nämlich nicht nur den nächstgelegenen Geldautomaten finden, sondern zuvor sogar eine Selektion, von welchen Banken oder Bankengruppen Sie die entsprechenden Automaten angezeigt bekommen möchten. In dem Zusammenhang stellt die App sogar eine GPS-Suche zur Verfügung, sodass direkt eine Verbindung zwischen Ihrem aktuellen Aufenthaltsort und dem nächsten Automaten erfolgt.


„Meine Finanzen“


Einen der sehr häufig genutzten Finanz-Apps trägt die Bezeichnung „Meine Finanzen“. In dieser App geht es in erster Linie darum, dass Sie sich unkompliziert und schnell einen Überblick über Ihre Einnahmen und vor allem die regelmäßigen Ausgaben verschaffen können. Darüber hinaus enthält die App einige hilfreiche Tools, wie zum Beispiel Statistiken oder die Möglichkeit, bestimmte Ausgaben zu kategorisieren. Letztendlich handelt es sich bei der Applikation „Meine Finanzen“ um ein Online-Haushaltsbuch, in dem Sie individuell Positionen eintragen können.


„My Return“


Für viele Anleger, vor allem Aktionäre, wäre es ein Traum, wenn man zuverlässig in die Zukunft schauen und wissen könnte, wie sich die Börsen in den nächsten Monaten oder Jahren entwickeln. Dies schafft die Finanz-App „My Return“ zwar nicht, aber dafür ist es über diese Applikation möglich, rückwirkend eine Simulation vorzunehmen, wie sich Ihr persönliches Depot mit der entsprechenden Zusammenstellung in der Vergangenheit entwickelt hätte. Für eine aktuelle und zukünftige Geldanlage ist dies zwar nicht unbedingt eine Hilfe, aber dennoch ein nettes Werkzeug, wenn Sie sich dafür interessieren, wie sich beispielsweise Aktien, Fonds oder Rohstoffe in der Vergangenheit entwickelt haben bzw. auf Grundlage einige Angaben entwickelt hätten.


„Währungsrechner“


Zwar haben mittlerweile zahlreiche Staaten in Europa den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel, weshalb es oftmals nicht mehr wie früher notwendig ist, eine Währungsumrechnung durchzuführen, wenn man sich zum Beispiel im Urlaub im Ausland aufhält. Trotzdem gibt es natürlich noch zahlreiche andere Länder, in denen Sie mit einer anderen Währung als dem Euro zahlen. Damit das Umrechnen erleichtert wird und Sie jederzeit wissen, was zum Beispiel in den Vereinigten Staaten ein bestimmter Artikel in Euro umgerechnet kostet, gibt es die App „Währungsrechner“. Dieses Tool ist natürlich nicht nur für Urlauber, sondern beispielsweise ebenfalls für Geschäftsreisende im Ausland eine große Hilfe. Sie haben nämlich die Möglichkeit, über die App mehr als 100 Währungen gegeneinander umrechnen zu lassen, selbst eher exotischere Währungen, beispielsweise den Bermuda-Dollar. So können sich stets einen aktuellen Überblick verschaffen, was der Preis für eine Ware oder eine Dienstleistung, der in einer fremden Währung angegeben wird, in Euro umgerechnet ausmacht.


„Steuer-Tipp“


Nach wie vor gehören sogenannte Steuer-Apps zu den am häufigsten genutzten Finanz-Apps, denn zahlreiche Verbraucher erhoffen sich Steuerspartipps und somit Hinweise, wie sie möglichst Steuern einsparen können. Eine der am häufigsten genutzten Steuer-Apps trägt die Bezeichnung „Steuer-Tipp“. Die Applikation enthält relativ umfangreiche Informationen dazu, wie Sie beispielsweise Steuern (natürlich auf legale Weise) einsparen können und es werden zudem einige nützliche Ratschläge geben, die Ihnen beim Thema Steuern und dem Ausfüllen der Einkommensteuererklärung möglicherweise behilflich sein können. Trotzdem wird explizit darauf hingewiesen, dass die App natürlich keinen Fachmann ersetzen kann und soll, wie zum Beispiel ein Steuerberater oder einen Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Steuerrecht.


„Brutto Netto Gehaltsrechner“


Nach wie vor interessiert es viele Arbeitnehmer, was eigentlich von ihrem Bruttoeinkommen an Nettolohn übrig bleibt. Dies sieht man zwar auch in der monatlichen Gehaltsabrechnung, aber dennoch kann es beispielsweise bei Bewerbungen auf neue Stellen hilfreich sein, einmal auszurechnen, was eigentlich von einem Bruttolohn in Höhe von beispielsweise 19,80 Euro pro Stunde an Nettolohn übrig bleiben würde. Zu diesem Zweck berechnet die App mit der Bezeichnung „Brutto Netto Gehaltsrechner“ im Detail, was unter Abzug der jeweils aktuellen Steuersätze und Sozialbeiträge von Ihrem Bruttolohn netto monatlich auf dem Konto übrig bleiben würde oder wird.


„Fördermittel“


Viele Verbraucher wissen gar nicht, wie viele Förderungen es alleine im Finanzbereich hierzulande gibt. Dies führt dazu, dass man oftmals Zulagen, günstige Zinsen oder sogar geschenktes Geld nicht in Anspruch nimmt. Mit der App „Fördermittel“ können Sie die Chance erhöhen, dass Ihnen keine wichtige Förderung entgeht. Die Applikation gibt einen Überblick über etwa 50 Förderprogramme, zumindest in der kostenlosen Variante. In der Bezahlversion sind es sogar rund 400 Förderprogramme, die per Selektion angezeigt werden können.