Pflegeimmobilien als Trend
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Pflegeimmobilien als Trend in der Immobilienanlage - mit Recht?

Immobilien zählen aktuell zweifellos für immer mehr Anleger zu den interessantesten Investments, sei es der Kauf von Objekten oder die indirekte Anlage in das Betongold. Wer sich für ein direktes Investment interessiert, sollte allerdings wissen, dass es bezüglich Attraktivität und letztendlich ebenso im Hinblick auf die Rendite zum Teil deutliche Unterschiede zwischen den Immobilienarten gibt. Besonders interessant sind derzeit und vermutlich ebenfalls in der Zukunft unter anderem Pflegeimmobilien. Diese gelten aktuell als Trend in der Immobilienanlage. Zu Recht?


Mehrere Objektarten liegen derzeit im Trend


Bevor wir uns konkret mit den Pflegeimmobilien beschäftigen, möchten wir einen etwas allgemeineren Blick auf den Markt werfen. Zum einen ist der Immobiliensektor noch immer durch Preissteigerungen gekennzeichnet. Diese zeigen sich zwar vor allem in Großstädten wie Hamburg, München oder Berlin, allerdings finden sich deutlich steigende Preise ebenso immer öfter in Mittelstädten und sogar kleineren Städten vor, insbesondere in beliebten Regionen des Landes, wie zum Beispiel Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz.

Zum anderen ist der Markt aber ebenso dadurch gekennzeichnet, dass sich einige Objektarten bei Anlegern eines besonders großen Interesses erfreuen. Dazu zählen im Besonderen die folgenden Immobilienarten:
• Wohnquartiere

• Studentenwohnungen und -wohnheime

• Pflegeimmobilien

• Denkmalimmobilien

• Urlaubs-Ressorts
Wir möchten uns jetzt mit dem wohl heißesten Eisen (im positiven Sinne) am Immobilienmarkt beschäftigen: mit den Pflegeimmobilien.


Was sind Pflegeimmobilien eigentlich?


Der Begriff Pflegeimmobilien wird zwar sehr oft verwendet, aber oftmals ist den Anlegern und sonstigen Menschen gar nicht bekannt, was damit gemeint ist. Im Grunde werden alle Gebäude als Pflegeimmobilien bezeichnet, die im engeren oder weiteren Sinne etwas mit der Pflege und/oder dem Wohnen älterer Menschen zu tun haben. Aus diesem Grund sind es insbesondere die folgenden Objektarten, die der Rubrik der Pflegeimmobilien zugeordnet werden können:
• Alten- und Pflegeheime

• Senioren-Wohngruppen

• Seniorenwohnungen

• Pflegetagesstätten

• Wohnparks für Senioren
Darüber hinaus werden mitunter auch Wohnungen, die altersgerecht gestaltet sind und vorwiegend von älteren Menschen genutzt werden, ebenfalls in die Gruppe der Pflegeimmobilien eingeordnet.


Warum sind Pflegeimmobilien ein Trend – Wachstumsmarkt Pflege


Es gibt einen plausiblen und absolut nachvollziehbaren Grund, warum Pflegeimmobilien derzeit der Trend am Immobilienmarkt sind, insbesondere für Anleger: der Wachstumsmark Pflege! Da das Angebot an Pflegeeinrichtungen und Wohnungen für Senioren schon jetzt geringer als die Nachfrage ist, entsteht daraus nach den allgemeinen marktwirtschaftlichen Regeln ein steigender Preis. Diese Situation wird sich nach Ansicht nahezu aller Experten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch deutlich verstärken, weil es immer mehr ältere Menschen sowie Pflegebedürftige geben wird, aber das Angebot nicht hinterher kommt. Daher ist nicht nur die Pflege ein echter Wachstumsmarkt, sondern auch die benötigten Pflegeeinrichtungen, also die Pflegeimmobilien.

Zwischenfazit: Pflegeimmobilien sind mit Recht ein echter Trend am Immobilienmarkt, denn die Pflege an sich ist ein Wachstumsmarkt, sodass immer mehr Pflegeeinrichtungen benötigt werden.


Welche Vorteile bieten Pflegeimmobilien den Anlegern?


Anleger sind natürlich in erster Linie an Geldanlagen interessiert, die ihnen Vorteile bieten. Bei Pflegeimmobilien finden sich diverse Vorteile. Zum einen sind dies einige allgemeine Vorteile einer Immobilienanlage als solcher, zum anderen aber ebenso einige Pluspunkte, die sich speziell auf die Pflegeimmobilien als Investment beziehen. Zunächst profitieren Anleger generell bei jeder Art von Immobilie von einigen allgemeinen Vorteilen dieser Sachwertanlage, nämlich:
• Inflationsschutz

• Sachwert im Hintergrund

• Häufig Absicherung durch Grundschuld

• Wertbeständigkeit

• Gute Renditen

• „Betongold“

• Steuerlich interessant für Anleger
Es existieren also eine ganze Reihe von Vorteilen, durch die sich Immobilien im Allgemeinen auszeichnen können. Darüber hinaus gibt es bei Pflegeimmobilien noch einige besondere Pluspunkte, die Sie als Anleger so oder ähnlich nicht bei jeder Immobilienart finden werden.

Einen Vorteil haben wir bereits genannt, nämlich die Tatsache, dass die Pflege und die damit zusammenhängenden Branchen, also zum Beispiel Pflegeimmobilien, einen Wachstumsmarkt darstellen. Für Anleger ist dies immer positiv, denn dann sind weiter steigende Preise und somit Werte der Immobilien wahrscheinlich, sodass sich gute Erträge erzielen lassen. Darüber hinaus gelten Pflegeimmobilien als konjunkturunabhängig, denn Platz für die Pflege und Unterbringung älterer Menschen wird immer benötigt, unabhängig davon, ob die Konjunktur gut oder schlecht läuft. Unter anderem aufgrund der genannten Pluspunkte kommt bei den Pflegeimmobilien ein weiterer Vorteil zum Tragen, nämlich die durchschnittlich gut Rendite. Diese kann sich durchaus im Bereich von vier bis sechs Prozent bewegen.


Kosten eines Investments in Pflegeimmobilien


Die genannten Vorteile sind gute Gründe, in Pflegeimmobilien zu investieren. Auf der anderen Seite muss man aber auch bedenken, dass solch eine Kapitalanlage einen nicht unerheblichen finanziellen Aufwand bedeutet, also Kosten verursacht werden. Den größten Anteil daran hat natürlich der Kauf- oder Baupreis, wobei dahinter später oder sofort der Sachwert Immobilie steht. Darüber hinaus kommen aber noch weitere Kosten hinzu, insbesondere die Bau- oder Kaufnebenkosten, die für gewöhnliche 10 bis 15 Prozent betragen. Weitere Kosten fallen an, falls eine Fremdfinanzierung in Anspruch genommen wird, also zum Beispiel ein Bankdarlehen. Die Kosten bestehen aus den Kreditzinsen, die sich jedoch aktuell auf einem – für Investoren – erfreulich geringem Niveau befinden.

In der Übersicht sollten Sie daher vor allem an die folgenden Kosten denke, bevor Sie ein Investment in Pflegeimmobilien planen:
• Anschaffungs- bzw. Baukosten

• Kauf- bzw. Baunebenkosten

• Kreditzinsen

• Rücklage Instandhaltung

• Hausverwaltung

• Versicherungen
Normalerweise sollte in der aktuellen Situation allerdings der Ertrag aus der Immobilie bzw. deren Wertsteigerung ab einem bestimmten Zeitraum die Gesamtkosten überschreiten, sodass sich das Investment lohnt. Was aber, wenn die Kosten, insbesondere der Kaufpreis, für den Anleger nicht tragbar sind?


Indirekt in Pflegeimmobilien investieren als Alternative?


Wer nicht „mal eben“ einen Kaufpreis von mehr als 100.000 Euro investieren oder finanzieren kann bzw. möchte, der hat mittlerweile auch die Möglichkeit, indirekt in Immobilien und sogar gezielt in Pflegeimmobilien Geld anzulegen. Dies funktioniert vor allem durch die folgenden Optionen:
• Geschlossene Immobilienfonds (Pflegeimmobilie als Projekt)

• Offene Immobilienfonds (Schwerpunkt Pflegeimmobilien)

• Crowd-Investing

• Aktien von Unternehmen aus dem Bereich Pflegeimmobilien
Mittels dieser Möglichkeiten brauchen Sie deutlich weniger Kapital als beim direkten Investment und können – je nach Anlageform – zudem sehr gut eine Diversifikation vornehmen, vor allem bei Aktien, offenen Fonds sowie beim Crowd-Investing. Diese Variante ist aktuell ohnehin sehr interessant, denn dort können Sie mit wenig Geld auch gezielt in einzelne Projekte zum Thema Pflegeimmobilien investieren.