Immobilien als Altersvorsorge
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Immobilien als Altersvorsorge – darauf sollten Sie achten

Immobilien stellen derzeit für viele Anleger eine der besten Optionen dar, wie man für das spätere Alter privat vorsorgen kann. Durch das Eigentum an einer Immobilie, in der man selbst wohnt, entfällt nämlich die Mietzahlung. Daraus wiederum folgt, dass im Alter von der Rente mehr freies Einkommen zur Verfügung steht. Verbraucher sollten allerdings einige Punkte beachten, wenn die Immobilie als spätere private Altersvorsorge genutzt werden sollen.


Stabilität und Inflationsschutz als größte Vorteile


Das Immobilien momentan als Altersvorsorge äußerst attraktiv sind, liegt an mehreren Vorteilen. Dazu gehört zum Beispiel, da es sich um Anlagen mit einem Inflationsschutz sowie großer Stabilität handelt. Zudem sind die Immobilienpreise in zahlreichen Städten dadurch gekennzeichnet, dass sie seit Jahren ansteigen, sodass der Wert der eigene Immobilie steigt. Wer ein Haus oder eine Eigentumswohnung später als private Altersvorsorge nutzen möchte, dem kommt es natürlich nicht auf die mögliche Rendite an, die mit der Immobilie zu erzielen ist. Stattdessen steht im Vordergrund, dass man sich die Miete spart und so später von der Rente mehr frei verfügbares Einkommen hat. Dennoch ist es wichtig, vor dem Investment in eine Immobilie einige Punkte zu beachten, damit diese tatsächlich die möglichst optimale private Altersvorsorge darstellen kann.


Makro- und Mikrolage genau prüfen


Die meisten Punkte, die Sie bezüglich Immobilien im Hinblick auf die private Altersvorsorge beachten sollten, beziehen sich auf die Auswahl und den Erwerb des Objektes. Zunächst einmal sollten Sie sich nicht mit der Immobilie selbst beschäftigen, sondern mit der sogenannten Mikro- und Makrolage. Die Lage ist nämlich nach wie vor das wichtigste Kriterium dafür, wie gefragt ein Objekt ist und welchen Wert dieses hat. Die Makrolage meint dabei die Region bzw. Stadt, in der sich die Immobilie befindet. Mit der Mikrolage hingegen wird die unmittelbare Umgebung des Objektes bezeichnet, beispielsweise die umliegende Fläche innerhalb von wenigen Kilometern.

Wenn Sie die Immobilie selbst bewohnen möchten, dann gibt es einige Punkte, die von den meisten Hauseigentümern in der unmittelbaren Umgebung geschätzt werden, nämlich:
• Gute Infrastruktur

• Gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr

• Versorgungsmöglichkeiten in der Nähe

• Erholungsmöglichkeiten in der Umgebung
Mit der Infrastruktur sind insbesondere Örtlichkeiten wie Schulen, Kindergärten, Ärzte oder Supermärkte gemeint. Da Sie vermutlich mehrere Jahrzehnte oder sogar bis zu Ihrem Lebensende in der Immobilie wohnen möchten, ist diese nähere Umgebung sicherlich von entscheidender Bedeutung bei der Wahl des Objektes.


Zustand der Immobilie als weiterer zu beachtender Aspekt


Bei der Betrachtung einer Immobilie im Hinblick auf die private Altersvorsorge kommt es - wie zuvor bereits erwähnt - nicht in erster Linie darauf an, dass die Immobilie im Wert steigt oder eine gute Rendite abwerfen, wenn Sie selbst darin wohnen. Stattdessen steht im Vordergrund, dass Sie sich zum einen in Ihrem Haus oder Ihrer Eigentumswohnung wohl fühlen und zum anderen sollte natürlich zumindest eine größere Wertstabilität gegeben sein. Dazu gehört auch, dass in der näheren Zukunft keine großen Kosten auf Sie zukommen, wie zum Beispiel durch notwendige Sanierungsmaßnahmen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich den Zustand der infrage kommenden Immobilie vor dem Kauf genau ansehen. Dazu gehört, dass möglichst alle (versteckten) Mängel entdeckt werden. Falls Sie sich selbst in der Materie nicht gut auskennen, macht es diesbezüglich definitiv Sinn, einen Sachverständigen zu beauftragen, der ein entsprechendes Gutachten erstellen kann.

Bei der Besichtigung der Immobilie ist es wichtig, vor allem die folgenden Gebäudeteile in Augenschein zu nehmen:
• Dach

• Treppenhaus

• Fassade

• Keller

• Haustechnik

• Rohrleitungen
Sollten Sie die Dienste eines Immobilienmaklers bei der Suche nach der passenden Immobilie in Anspruch nehmen, sollte dieser zwar gut über den Zustand des Objektes informiert sein. Ob Sie sich allerdings darauf verlassen können ist fraglich, denn auch der Makler kennt nicht immer alle nicht offensichtlichen Mängel.


Immobilie soll vermietet werden: Unterlagen zum Objekt prüfen


Im Grunde kann eine Immobilie in zweierlei Hinsicht als private Altersvorsorge dienen. Zum einen sparen Sie die Miete, wenn Sie beispielsweise Ihr Haus selbst bewohnen. Zum anderen besteht eine weitere Nutzungsmöglichkeit darin, das Objekt nach dem Kauf zu vermieten. Die Mieteinnahmen stellen ebenfalls eine Form der privaten Altersvorsorge dar, denn Sie erhalten im Alter Monat für Monat die entsprechende Miete. Bei dieser Form der Nutzung ist es besonders wichtig, dass Sie sich mit den Unterlagen zum jeweiligen Objekt beschäftigen und diese genau prüfen.

Daher ist es von größerer Bedeutung, dass Sie sich zum Beispiel die folgenden relevanten Unterlagen betrachten:
• Mietverträge

• Teilungserklärung bei Eigentumswohnung

• Protokolle der Eigentümerversammlungen

• Energieausweis
Diese Unterlagen sind natürlich bei einem eigenen Haus, welches Sie selbst bewohnen möchten, weniger relevant. Sie spielen in erster Linie dann eine Rolle, wenn Sie ein Mehrfamilienhaus oder mehrere Eigentumswohnungen erwerben, die anschließend vermietet werden sollen.


Die passende Immobilienfinanzierung finden und sicherstellen


Die Immobilie als eigene Altersvorsorge nutzen: Dies lässt sich nur realisieren, wenn Sie den Kaufpreis über einen Bankkredit oder anderweitig finanzieren können. Daher ist es ein wichtiger Punkt, den Sie auf jeden Fall beachten sollten, die am Markt vorhandenen Angebote im Bereich der Baufinanzierung miteinander zu vergleichen. Hier geht es darum, vor allem die effektiven Zinsen gegenüberzustellen, aber auch mögliche Sondervereinbarungen hinsichtlich der Tilgung können von Interesse sein. Wichtig ist auf jeden Fall, dass Sie vor dem Erwerb der Immobilie die passende Finanzierung finden und sicherstellen, dass Ihnen die gewünschte Darlehenssumme tatsächlich ausgezahlt wird. Im Hinblick auf die Finanzierung ist es empfehlenswert, dass zwischen Ihrem frei verfügbaren Einkommen und der Kreditrate noch etwas Puffer besteht, denn gerade bei Wohneigentum können immer unvorhergesehene Ausgaben anfallen.


Langfristige Rendite ermitteln: Kosten ebenfalls berücksichtigen


Wenn Sie die Immobilie als private Altersvorsorge in der Form nutzen möchten, als dass Sie das Objekt oder Wohnungen vermieten, dann sollten Sie nicht nur auf die Einnahmen in Form der Mieterträge achten. Mindestens genauso wichtig ist es, dass Sie die zukünftig anfallenden Kosten einplanen. Vor allem bei etwas älteren Gebäuden kann es natürlich passieren, dass mehrere Sanierungen oder Modernisierungsmaßnahmen notwendig werden. Ohnehin ist es dringend zu empfehlen, dass Sie als Eigentümer einer Immobilie Rücklagen bilden, von denen Sie größere Maßnahmen finanzieren können, wie zum Beispiel ein neues Dach. Derartige Ausgaben werden im Durchschnitt alle 20 bis 40 Jahre notwendig. Dazu gehören in erster Linie:

Dach

Fenster und Türen

Heizungsanlage

Instandhaltung der Fassade

Soll die vermietete Wohnung bzw. das vermietete Haus Ihnen also später als private Altersvorsorge dienen, ist es wichtig zu kalkulieren, was Monat für Monat unter Berücksichtigung aller Kosten für Sie übrig bleibt.


Fazit: Immobilien können optimale Altersvorsorge darstellen


Nicht nur aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase, durch die es an rentablen Alternativen fehlt, können Immobilien eine optimale Altersvorsorge für viele Verbraucher sein. Ob es das selbstgenutzte Haus oder das vermietete Objekt ist: in beiden Fällen dient der eingesparte oder erhaltenen Betrag als zusätzliche Rente. Wenn Sie die Immobilie selbst bewohnen, dann sparen Sie Mietkosten. Vermieten Sie Ihr Objekt, können Sie die Mieteinnahmen als Altersvorsorge einplanen. Wichtig ist jedoch, sowohl bei der Wahl als auch bei der Nutzung des Objektes einige Punkte zu beachten, damit die Altersvorsorge wie geplant optimal zur Verfügung steht.