Gold als Anlageform
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Gold als Anlageform - bei Anlegern beliebt

In der Niedrigzinsphase ist es nicht verwunderlich, dass Anleger mittlerweile schon seit Jahren zu renditestärkeren Alternativen suchen, die zudem möglichst stabil und sicher sind. Tages- und Festgelder sowie Bundeswertpapiere zählen zwar nach wie vor zu den sichersten Anlageformen, aber seitdem die EZB den Leitzins auf 0,0 Prozent festgeschrieben hat, sind die Zinsen solcher Anlageformen im Keller. Oftmals werden daher von Experten insbesondere Sachwertanlagen genannt, wenn es um alternative Investments geht. Zu diesen Sachwertanlagen zählen neben Immobilien insbesondere Edelmetalle, die bei Anlegern mittlerweile sehr beliebt sind.


Edelmetalle als Kapitalanlage mit langer Tradition


Lange bevor es die heute modernen Anlageformen gab, wie zum Beispiel Festgelder, Aktien oder Fonds, haben die Menschen weltweit schon Edelmetalle als Wertanlage genutzt. Dabei steht insbesondere Gold nicht nur für Reichtum, sondern ebenso für Wertbeständigkeit und die Möglichkeit, sein Vermögen zu vermehren. Einige positive Eigenschaften der Edelmetalle haben sich bis heute halten können, sodass beispielsweise Gold, Silber oder auch Palladium zu den gefragten Anlageformen zählt.


Welche positiven Eigenschaften besitzen Edelmetalle als Investment?


Anleger sollten sich natürlich nicht blind für ein Investment in Edelmetalle entscheiden, sondern sich über die positiven und auch negativen Eigenschaften von Gold, Silber und weiteren Edelmetallen informieren, die wichtig bezüglich einer Kapitalanlage sind. Dabei sind es vor allem im Hinblick auf das Gold die folgenden positiven Eigenschaften, von denen Anleger bis heute und aller Voraussicht nach ebenfalls in der Zukunft profitieren können:
• Inflationsschutz

• Wertstabilität

• Krisenwährung

• Wertentwicklung unabhängig vom Zinsmarkt

• Langfristig im Durchschnitt gute Rendite
Diesen positiven Eigenschaften, die gleichermaßen Vorteile für Anleger sind, stehen im Prinzip kaum Nachteile gegenüber. Wenn Gold als Kapitalanlage einen Nachteil hat, dann ist es sicherlich die Tatsache, dass der Goldpreis durchaus von einigen nicht immer kalkulierbaren Faktoren beeinflusst werden kann. Dazu zählen insbesondere politische und auch wirtschaftliche Ereignisse sowie teilweise umfangreiche Spekulationen, die den Goldpreis in die eine oder andere Richtung bewegen können. Trotzdem sind die Preise der Edelmetalle wie Gold und Silber im Durchschnitt deutlich weniger volatil, als es insbesondere bei Börsenkursen der Fall ist.


Anleger haben die Wahl: physisches oder indirektes Investment in Gold


Wer sich - vielleicht aufgrund der zuvor genannten positiven Eigenschaften - für ein Investment in Gold entschieden hat, dem stehen zwei grundsätzlich unterschiedliche Anlagemöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen ist dies das sogenannte physische Investment, zum anderen haben Anleger alternativ die Option, indirekt in Gold, Silber oder in ein anderes Edelmetall zu investieren. Worin genau liegen nun die Unterschiede zwischen dem physischen, auch als direktes Investment bezeichnet, sowie dem indirekten Investment?

Unter einem physischen Investment in Gold wird schlichtweg verstanden, dass der jeweilige Anleger das Edelmetall in einer der folgenden Formen kauft und anschließend als physischen Wert erhält:
• Goldmünzen

• Goldbarren

• Münzbarren
Wer sich demzufolge beim physischen Investment in Gold für eine Goldmünze entscheidet, der erwirbt diese entweder beim Händler vor Ort oder lässt sich die Münzen über einen Onlineshop nach Hause senden. Die Werte hält der Käufer also tatsächlich in den Händen, weshalb die Bezeichnung physisch zutreffend ist.

Als Alternative zum physischen Investment in Gold gibt es für Anleger die Möglichkeit, indirekt zu investieren. In diesem Bereich stehen ebenfalls mehrere Optionen in Form unterschiedlicher Finanzprodukte zur Verfügung, in die ein solch indirektes Investment erfolgen kann, nämlich:
• Goldaktien

• Gold- bzw. Edelmetallfonds

• Edelmetall-Zertifikate

• CFDs, Optionen und Futures zur Spekulation
Lediglich die drei zuerst genannten Anlageprodukte, nämlich Goldaktien, Edelmetall- bzw. Goldfonds sowie Edelmetall-Zertifikate, können als Anlagemöglichkeit bezeichnet werden. Demgegenüber handelt es sich bei CFDs, Optionen und Futures, bei denen natürlich auch der Rohstoff Gold als Basiswert dienen kann, um reine Spekulationen. Eine Eigenschaft der indirekten Anlage in Gold besteht darin, dass der Wert des entsprechenden Finanzproduktes nicht ausschließlich von der Preisentwicklung des Edelmetalls abhängig ist, wie es bei einem physischen Investment der Fall ist.

Stattdessen können auch andere Faktoren die Wertentwicklung des Investments beeinflussen, wie zum Beispiel Unternehmenskennzahlen, Nachrichten oder Entwicklungen in der Branche, falls Sie sich für eine Aktiengesellschaft entscheiden, die zum Beispiel Goldminen betreibt. Dies ist generell auch ein Aspekt, den nicht wenige Anleger bei einer solch indirekten Anlage in Edelmetalle als Nachteil ansehen, nämlich dass die Wertentwicklung eben nicht nur vom Goldpreis abhängig ist.


Physisches Investment in Gold - wie ist der Ablauf?


Aus den zuvor genannten Gründen entscheiden sich viele Anleger heutzutage bewusst für ein physisches Investment in Gold oder Silber. Für die folgende Ablaufbeschreibung gehen wir davon aus, dass Sie gerne in Goldmünzen investieren möchten und in dem Zusammenhang die Information haben möchten, wie sich der Ablauf gestaltet. Zunächst einmal ist es wichtig zu unterscheiden, wo Sie die Goldmünzen kaufen möchten. Dazu stehen insbesondere die folgenden drei Alternativen zur Verfügung:
• Bank

• Edelmetallhändler vor Ort

• Onlineshop (Internet-Händler)
Banken haben sich allerdings mittlerweile zu einem großen Teil aus dem Edelmetallgeschäft zurückgezogen, sodass Sie bei nicht mehr allzu vielen Kreditinstituten überhaupt die Möglichkeit haben, Goldbarren oder Goldmünzen zu erwerben. Praktischer ist der Kauf beim Edelmetallhändler vor Ort, denn nach wie vor gibt es - insbesondere in den größeren Städten - zahlreiche Geschäfte, die sich auf den An- und Verkauf von Gold oder Silber spezialisiert haben.

Eine noch recht moderne Form, wie Sie ebenfalls Goldmünzen erwerben können, ist über spezielle Onlineshops bzw. Online-Händler. Einen solchen Ablauf möchten wir daher im Folgenden etwas näher skizzieren. Zunächst sollten Sie sich erkundigen, ob der ausgewählte Internethändler seriös ist. Anhaltspunkte sind zum Beispiel, wie lange der Onlineshop bereits existiert, ob es auf der Webseite Siegel bzw. Zertifikate gibt und auch Foren können hilfreich sein, um sich diesbezüglich zu informieren.

Kommen Sie zu einer positiven Entscheidung, sind in aller Regel die folgenden Schritte zu absolvieren, bis Sie Ihre ausgewählten Goldmünzen in Händen halten:
1. Goldmünzen im Onlineshop auswählen

2. Zahlung durchführen

3. Zahlungsbestätigung erhalten

4. Goldmünzen werden versendet
Bei Edelmetallkäufen ist es fast ausschließlich so, dass Sie als Käufer Vorkasse leisten müssen. In aller Regel gibt es auch kein Rückgaberecht, sodass Sie genau prüfen sollten, welche Goldmünzen Sie erwerben und vor allem, ob der angegebene Preis tagesaktuell und realistisch ist. Die Verwahrung der gekauften Goldmünzen sollte möglichst sicher sein, sodass ein Banksafe empfehlenswert ist. Aber auch ein Tresor zuhause kann ausreichend sein, allerdings sollten Sie dann genau auf die Versicherung der Werte achten.