Minikredite
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Minikredite - Spezialanbieter offerieren eine Finanzierungslösung

Die meisten Verbraucher, die auf der Suche nach einem Kredit sind, erkundigen sich bei ihrer Hausbank oder nehmen online einen Vergleich mehrerer Banken vor. Klassische Ratenkredite werden meistens für Darlehenssummen angeboten, die sich zwischen 3.000 und 50.000 Euro bewegen. Einige Kreditsuchende brauchen jedoch nur einen geringeren Betrag, um beispielsweise den Kauf eines neuen Fernsehers zu finanzieren und würden eigentlich mit einer Darlehenssumme von zum Beispiel 800 Euro auskommen. Für solche Beträge stellen Spezialanbieter sogenannte Minikredite zur Verfügung, die aber noch aus einem anderen Grund eine passende Finanzierungslösung darstellen können.


Ratenkredite und Kleinkredite als Basisangebote


Die meisten Banken, die im Finanzierungsbereich aktiv sind, bieten ihren Kunden auf jeden Fall einen Ratenkredit zur Finanzierung an. Mit solchen Ratenkrediten lassen sich diverse Konsumwünsche und Ausgaben finanzieren, wie zum Beispiel:
• Urlaubsreisen

• Umzug

• Auto

• Autoreparatur

• Wohnungseinrichtung

• Medien- und Haushaltsgeräte
Klassische Ratenkredite können allerdings den Nachteil haben, dass sie von den Banken oftmals erst ab einer Darlehenssumme von mindestens 3.000 oder sogar 5.000 Euro angeboten werden. Zu diesem Zweck existieren am Markt einige Kreditinstitute, die zusätzlich bzw. alternativ einen Kleinkredit im Angebot haben. Der Kleinkredit ist ebenfalls ein Ratenkredit, wird aber für gewöhnlich bereits ab 1.000 Euro Mindestdarlehenssumme angeboten. Trotzdem gibt es natürlich Kunden, die einerseits einen noch geringeren Kapitalbedarf haben und zum anderen vielleicht auch von der Bonität her nicht ausreichend gut sind, um einen Raten- oder Kleinkredit zu erhalten.


Worum handelt es sich bei einem Minikredit?


Die wesentliche Eigenschaft von Minikrediten lässt sich im Grunde bereits aus dem Namen ableiten. Es handelt sich dabei um Darlehen, die mit einer sehr geringen Kreditsumme ausgestattet sind. Die Darlehenssummen bewegen sich bei Minikrediten meistens lediglich zwischen 100 bis 500 oder bis zu 1000 Euro. Darüber hinaus gibt es beim Minikredit und noch eine Besonderheit zu beachten, die für Sie insbesondere dann interessant ist, wenn Sie sich auf der Suche nach einer solchen Finanzierung machen. Die Besonderheit besteht nämlich darin, dass Minikredite nicht von herkömmlichen Banken angeboten werden, sondern stattdessen sind es in aller Regel Spezialanbieter, welche diese Kleinstkredite offerieren. Insbesondere von der Rückzahlung her unterscheiden sich Minikredite von herkömmlichen Raten- oder Kleinkrediten, worauf wir im folgenden Abschnitt etwas näher eingehen.


Wie funktionieren Minikredite im Detail?


Von den Grundfunktionen her funktionieren Minikredite natürlich wie jeder andere Kredit auch, nämlich in der Form, als dass zuerst eine Darlehenssumme ausgezahlt wird, die Sie als Kreditnehmer dann nebst Zinsen zurückzahlen müssen. Ein wesentliches Element der Funktionsweise von Minikrediten besteht allerdings darin, dass die Rückzahlungsdauer sehr kurz ist. Bei den meisten Minikrediten beträgt sie entweder 30 oder 60 Tage. Der Kunde muss dann also den gesamten erhaltenen Darlehensbetrag, der ohnehin mit durchschnittlich 100 bis 1.000 Euro nicht sehr hoch ist, innerhalb von ein bis zwei Monaten wieder nebst Zinsen an den Kreditgeber zurückzahlen. Bis auf die besonders kurze Laufzeit und die geringen Darlehenssummen funktionieren Minikredite aber genauso wie klassische Ratenkredite, diese zum Beispiel auch für Darlehenssummen von 10.000 Euro und Laufzeiten über 36 Monate erhalten.


Welche Kosten sind beim Minikredit zu beachten?


Da auch Minikredite Darlehen sind, entstehen Ihnen als Kreditnehmer selbstverständlich wie bei jedem anderen Kredit auch Kosten. Allerdings sind es bei Minikrediten keineswegs - und das ist durchaus ein Unterschied zur klassischen Ratenkrediten - die Zinsen als Hauptkostenfaktor. Dies verdeutlicht das folgende Beispiel, indem wir einmal veranschaulichen, wie gering die Zinssumme bei den meisten Minikrediten eigentlich ist:
• Darlehensbetrag: 500 Euro

• Laufzeit: 60 Tage

• Zinssatz: 12 p.a.

• Zinssumme: 10 Euro
Auf den ersten Blick klingt der Zinssatz in Höhe von zwölf Prozent natürlich relativ hoch. Andererseits handelt es sich um einen Jahreszins, Sie müssten im Beispiel also auf den Darlehensbetrag von 500 Euro pro Jahr zwölf Prozent Zinsen zahlen, was eine Zinslast in Höhe von 60 Euro ergeben wurde. Allerdings nehmen Sie den Darlehensbetrag nicht zwölf, sondern lediglich zwei Monate in Anspruch. Daher müssen Sie für diesen Minikredit insgesamt lediglich Zinsen in Höhe von zehn Euro zahlen.

Unter anderem vor diesem Hintergrund stellt sich durchaus die berechtigte Frage, ob es noch weitere Kosten im Zusammenhang mit Minikrediten gibt und falls ja, worin diese bestehen. Tatsächlich ist es so, dass bei Minikrediten zwar nicht zwangsläufig weitere Kosten entstehen müssen, es seitens der Anbieter allerdings einige Zusatzoptionen gibt, die zahlreiche Kunden in Anspruch nehmen. Dabei handelt es sich um kostenpflichtige Zusatzleistungen, die von der Standardleistung des jeweiligen Anbieters, bezogen auf den Minikredit, abweichen.

Typische Zusatzleistungen dieser Art, die Sie so oder ähnlich bei einigen Minikredit-Anbieter finden werden, sind:
• 3-Raten-Option

• Schnelle Kreditentscheidung

• Zügige Abwicklung

• Restschuldversicherung
Eventuell werden Sie vielleicht an dieser Stelle denken, dass es sich zwar um Zusatzkosten handelt, die Sie allerdings natürlich nicht haben, wenn Sie die entsprechende Zusatzleistung nicht beanspruchen. Dies ist auch völlig richtig, allerdings gibt es oftmals ein „Problem“: Wenn zum Beispiel die gewöhnliche Abwicklungsdauer beim Minikredit, also der Zeitraum zwischen Beantragung des Darlehens und der Auszahlung der Darlehenssumme, 20 Tage beträgt, werden Sie sich vielleicht überlegen, stattdessen die - wenn auch kostenpflichtige - Option der schnelleren Abwicklung zu nutzen.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Rückzahlungsdauer. Verlangt der Minikredit-Anbieter als Standard eine Rückzahlung innerhalb von 30 Tagen, ist Ihnen dies vielleicht zu knapp und Sie entscheiden sich deshalb bewusst für die - ebenfalls kostenpflichtige - 3-Raten-Option. Es sind also durchaus Zusatzleistungen, die für viele Kreditnehmer interessant sind. Jedoch sind die Kosten nicht unerheblich, denn - je nach Anbieter - zahlen Sie beispielsweise für eine 3-Raten-Option oder für die schnellere Abwicklung mitunter jeweils zwischen 20 bis 50 Euro. Damit liegen die Zusatzkosten im Grunde sogar um ein Vielfaches höher als der Kreditzins, den Sie für den Minikredit zahlen müssen.


Für wen eignen sich Minikredite überhaupt?


Minikredite sind zunächst einmal nur für Kreditsuchende geeignet, die einen geringen Finanzierungsbedarf haben, der zwischen 100 und 500 bzw. bis zu 1.000 Euro reicht. Zudem sollten Sie dazu in der Lage sein, den aufgenommenen Darlehensbetrag spätestens nach zwei bis drei Monaten zurückzahlen zu können. Minikredite sind daher bestens geeignet, wenn Sie einen kurzfristigen Liquiditätsengpass überbrücken möchten. Dann bietet sich allerdings auch der Dispositionskredit an, der vom Zinssatz her sogar oftmals günstiger ist und vor allem keine kostenpflichtigen Zusatzoptionen beinhaltet. Daher ist der Minikredit insbesondere dann empfehlenswert, wenn Sie entweder keinen Dispositionskredit haben oder dieser bereits ausgeschöpft ist.